Spagyrik

Naturheilkunde basierend auf Paracelsus
Spagyrik (griechischspao – „trennen“ und ageiro – „vereinigen, zusammenführen“) bezeichnet eine naturheilkundliche Therapierichtung, bei der Heilpflanzen, Mineralien, Metalle und andere Grundsubstanzen in spezieller Weise zu Tinturen, Extrakten, Essenzen und Konjugaten (spagyrische Kombinationen) verarbeitet werden.

Es wird versucht sowohl die stoffliche, als auch die geistige/immaterielle Ebene miteinzubeziehen). Auch Rhythmik und die analoge Zuordnung von entsprechenden Elementen / Stoffe / Pflanzen zu Sonne, Mond und Planeten spielen eine Rolle. Ein Prinzip, das man in den verschiedenen Bereichen der Spagyrik (Diagnose, Therapie, Arzneimittelherstellung, etc.) immer wieder finden kann.

Ähnlich wie die klassische Homöopathie, doch eine andere Herstellungsweise und Philosophie. Hier werden nach der alten alchemistischen Vorstellung aus mehreren Ausgangsstoffen eine einzige zusammengesetzte, neue Arznei, jedoch soll sie anders als die reine Komplexhomöopathie wirken.

Auch die Spagyrik setzt sich das Ziel, den ganzen Menschen zu behandeln.
Sowohl geistige, als auch körperliche Symptomatik, d.h. immaterielle („geistige“) und stoffliche Teile sollen in der Arznei eine gemeinsame und verstärkte Wirkung entfalten.

Der Wanderarzt und Alchemist Paracelsus war der bekannteste Verwender dieser Arzneikunst im Mittelalter.