Chelattherapie

Haben Sie eine Belastung mit Quecksilber oder den Verdacht auf eine Belastung mit Quecksilber, Blei, Arsen oder anderen Schwermetallen?

Von wo auch immer, vom umstrittenen Amalgam (Zähne) oder belastetem Fisch, etc.
Bekannt ist vielen Betroffenen inzwischen die Ausleitung mit spagyrischen, komplexhomöopathischen und naturheilkundlichen Mitteln.
Dazu gehören geeignete hochwertige Algenpräparate, Bärlauch, Coriander und ähnliches, wie das Modell z.B. nach Dr. Klinghardt.
Jedoch führt dies nicht immer zu zufriedenstellendem und raschem Erfolg, vor allem bei stärkeren Belastungen.
Mithilfe von sogenannten Chelatbildnern (DMPS, DMSA, u.a.), das sind schwefelhaltige Moleküle, gelingt dies in den allermeisten Fällen sehr zuverlässig und nebenwirkungsarm.
Arzneimitteltechnisch sind die Chelatbildner offiziell nur für die Diagnostik zugelassen, doch werden sie schon lange erfolgreich gleichzeitig für die Therapie eingesetzt. Die Auslegung und Interpretationen dazu sind jedoch recht unterschiedlich.

Meine favorisierte Information hierzu:
Die ausführliche Stellungnahme zu DMSA bzw. DMPS vom Labor Dr Bayer.
Q: http://www.labor-bayer.de/publikationen/11_DrBayer-DMPS-2008.pdf
Studienpublikationen zu DMPS bzw. DMSA
Die Belastung mit Schwermetallen sowie die dafür geeignete Ausleitung wird vorher mittels kinesiologischer Testverfahren und gegebenenfalls vorhandener Laborbefunde durchgeführt. Ebenso wird individuell die empfohlene Substitution mit einzelnen Mineralien, Spurenelementen und gegebenenfalls zugehöriges besprochen.
Sowohl bei der naturheilkundlichen Ausleitung, als auch auf kinesiologische Verträglichkeit getesteten Chelatbildner dürfen selbstverständlich auch die Leber und die Niere unterstützende förderliche Entgiftungs- und Stärkungsmittel im Maße eingenommen werden.
Dazu gehören unter anderem auch der Cistustee bzw. Cistussud und bereits o.g. Mittel.

Was kann ich als Patient tun?
Vor der Ausleitung, vor allem im Falle mit dem i. v. verabreichten DMPS, sollte man zur besseren Entgiftungsmöglichkeit über die Nieren (und auch zur besseren Punktionsmöglichkeit der Venen für den Arzt) möglichst viel Wasser, grünen Tee oder ähnlich neutrales getrunken haben.
2 h nach der Kurzinfusion erreicht die Schwermetallausleitung lt. Studie das Maximum, da ein Großteil des Schwermetalls, z. B. des Quecksilbers meist in den Nieren abgelagert ist und dies dann als erstes eliminiert wird.
Später kommt es lt. der Theorie dann zu körperinternen Umlagerungsprozessen gemäß oder ähnlich der osmotischen Umverteilung, so daß auch das sonst nicht zugängliche Quecksilber im Hirnbereich (Blut-Hirnschranke) vom Körper selbst dann wegtransportiert werden kann.
Man wiederholt eine DMPS- bzw. Chelatbehandlung falls erforderlich nicht früher als im 6-wöchigem Abstand, um dem Körper Möglichkeit zu geben alles wieder in die neue Homöostase (gesundes Gleichgewicht des Körpers) zu bringen.

Kostenbeispiel DMPS, i.V.:
Eine einzelne Behandlung und kurzer Beratung ohne Labor rechne ich inklusive einer DMPS Ampulle mit derzeit rund 80-85 € ab. Zeitaufwand insgesamt ca. 20- 30 min. (Privatkassen oder Selbstzahler).

Wie viele Infusionen sind nötig und in welchen Abständen, falls erforderlich?:
Die Anzahl der nötigen Infusionen bewegt sich erfahrungsgemäß zwischen 1 und ca. 5 und ist individuell abhängig.
Der zeitliche Abstand beträgt bei erforderlicher Folgeinfusion dann ca. mindestens 6 Wochen.

Noch eine Bemerkung zum Schluß:
Die Halbwertszeit von Quecksilber im menschlichen Organismus bewegt sich unbehandelt laut Literatur zwischen 20 und 60! Jahren.
Auch Kinder ohne Amalgam im Mund/Zähnen, können Quecksilber bereits als Fötus im Mutterleib aufnehmen, falls die Mutter eine Belastung damit hat.